Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
 

Neurowissenschaftliche Forschung

Im Bereich des neurowissenschaftlichen Forschungsschwerpunkts untersuchen wir Prozesse der Wahrnehmung und Verarbeitung emotionaler Reize in Abhängigkeit von psychischen Störungen und psychopathologisch relevanten Persönlichkeits­merkmalen (wie Alexithymie, Bindungsorientierung und Emotionsregulationsstilen). In diesem Zusammenhang wird die Magnetresonanztomographie zur Untersuchung hirnstruktureller Merkmale und hirnfunktioneller Prozesse eingesetzt. Wiederholt wurden Projekte des Forschungsschwerpunkts durch Sachbeihilfen der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt. Im Rahmen der Projekte SU 222/5-1 und SU 222/5-2 wurden bei schizophrenen Patienten Auffälligkeiten neuro­naler Aktivität und Konnektivität während der Wahrnehmung negativer Mimik gegenüber Gesunden festgestellt. Strukturelle und funktionelle Merkmale vor allem limbischer Strukturen waren mit Auffälligkeiten im sozialen Erleben und Negativsymptomen wie geringem Affektausdruck assoziiert. Den Da­ten unseres Projektes SU 222/6-1 zu­folge sind alexithyme Persönlichkeitsmerkmale (Schwierigkeiten beim Erkennen und Benennen von Emotionen) mit Auffälligkeiten in der Emotions­ver­ar­bei­tung bei gerin­ger Reiz­dauer assoziiert, kaum aber mit solchen in der Ver­arbei­tung von länger präsentierten Rei­zen. Alexi­thy­mie erscheint gekennzeichnet durch eine geringere Respon­si­vi­tät auf emo­tio­nale Mimik in Gehirn­arealen, die für Enkodierung, affektive Simulation und Imita­tion relevant sind.


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Letzte Änderung: 23.11.2015, 13:47 Uhr | Redakteur: Säuberlich
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