Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
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Internettherapie für Hinterbliebene von Menschen mit hämatologischer Krebserkrankung(Link)

Vielleicht haben Sie folgende Schwierigkeiten bei sich bemerkt:

  • Ihre intensive Trauer um die verstorbene Person hat auch mehr als 6 Monate nach dem Verlust nicht abgenommen.
  • Sie verspüren ein starkes Sehnen nach der Person.
  • Es fällt Ihnen schwer, den Verlust zu akzeptieren
  • Sie fühlen Verbitterung, Wut, Ungläubigkeit oder Schock im Zusammenhang mit dem Verlust.
  • Sie haben die Empfindung, dass Ihre Gefühle unwirklich oder „flach“ sind oder dass Sie keine Emotionen verspüren, auch nicht in emotionalen Momenten (z.B. beim Zusammensein mit geliebten Menschen, beim Schauen eines emotionalen Filmes).
  • Gefühle der Leere, Bedeutungslosigkeit oder Unerfülltheit treten bei Ihnen auf.
  • Sie vermeiden Erinnerungen an den Verlust oder die verstorbene Person.
  • Sie sind unsicher hinsichtlich Ihrer eigenen Rolle im Leben.
  • Es fällt Ihnen schwer, Ihren Alltag zu bewältigen bzw. sich neuen Aufgaben und Beziehungen zuzuwenden. 

Erkennen Sie sich in einigen dieser Symptome wieder, könnte es sein, dass Sie in Ihrer Trauerreaktion feststecken. Nach dem schmerzlichen Verlust einer nahestehenden Person durchleben die meisten Menschen einen normalen Trauerprozess , bei dem mit der Zeit die Intensität der Traurigkeit, des Trennungsschmerzes und der Sehnsucht abnimmt und eine zunehmende Anpassung an die veränderte Lebensrealität erfolgt. Eine Hinwendung zu neuen Aufgaben, Aktivitäten und Beziehungen ist möglich. Manche Trauernde jedoch können den Verlust nicht allein bewältigen und erleben die oben beschriebenen Schwierigkeiten. Betroffene fühlen sich nicht nur in Ihrem Alltag, Beruf und Sozialleben beeinträchtigt. Trauer hängt auch mit psychischen und physischen Beschwerden oder Erkrankungen zusammen (z.B. Angststörungen, Depression bzw. Schlafstörungen, Schmerzen, erhöhtes Herzinfarktrisiko). Im Hinblick auf diese möglichen gesundheitlichen Folgen einer andauernden intensiven Trauer ist es von enormer Bedeutung, Hilfe zu suchen und wahrzunehmen.

Es gibt verschiedene therapeutische Maßnahmen, die Menschen dabei unterstützen, eine solche ausgeprägte Trauer zu bewältigen. Ambulante Psychotherapien sind für manche schwer erreichbar oder schwer in den Lebensalltag einzubinden und oft erst nach langen Wartezeiten zugänglich. Eine Internettherapie kann Ihnen helfen, die belastenden Gedanken und Gefühle zu reduzieren und sich wieder mit neuer Hoffnung Ihrer Lebensgestaltung zuzuwenden. Mehr über die Therapie finden Sie hier.

 
Letzte Änderung: 19.01.2017, 12:33 Uhr
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